Das Studium der Geologie


Das Studium der Geologie gehört in das große Gebiet der Naturwissenschaften. Es beschäftigt sich vorwiegend mit dem empfindlichen Gefüge und der Zusammensetzung der Erde und forscht nach den prinzipiellen Faktoren der chemischen, biologischen und vor allem aller physikalischen Zusammenhänge.

Geologie – Ein Studium der Vielfalt

Der Beruf des Geologen umfasst die ganze Bandbreite des Zusammenhangs zwischen Leben und Natur in verantwortungsvoller Weise. Ein Geologe ist behilflich bei der Erforschung und Erschließung von mineralischen Ressourcen, Wasser und Wasserquellen sowie bei den sehr wichtigen Punkten der Beurteilung und Beratung der Nützlichkeit und des Schadens von Energiequellen. Der Geologe sollte dabei die Zerstörung und den Raubbau von natürlich vorkommenden Rohstoffen genauso im Auge behalten, wie dessen Nutzung. Er hat eine beratende Funktion bei der Lagerung von Zivilisations- oder Industrieabfällen, ebenso bei der richtigen Lagerung von giftigen Substanzen und Atomabfällen. Auch bei der Prognose von möglichen Katastrophen, wie Vulkanausbrüchen, Erdrutschen, Tsunamis oder Erdbeben spielt der Geologe eine sehr wichtige Rolle. Auch beim sicheren Bau von Bergwerken oder Bauwerken an der Küste, im Meer, Staudämmen ist die Sachverständigkeit und Kompetenz eines Geologen überaus bedeutsam. Das Berufsfeld eines Geologen berührt also auch die Berufsfelder von Chemikern, Zoologen, Geophysikern, Experten in der Mineralogie und Berg-, Bau- oder Umweltingenieuren.

Geologie – Das Studienziel

Das Studium der Geologie bereitet den Studierenden mit allen wissenschaftlichen Kenntnissen, Methoden und den erforderlichen Fähigkeiten darauf vor, fachübergreifende Verknüpfungen zu erkennen und die richtigen Schlüsse daraus zu ziehen. Allgemeine sowie fachbezogene Ziele sind die Kenntnisse und den Umgang mit Paläontologie, Geochemie, Gesteinsbestimmung, Geophysik, der Geologie und der Mineralogie. Dazu gehört selbstverständlich auch der Umgang mit der Informationstechnologie und der korrekten Auswertung von Daten in praktischen Arbeitsweisen. Ebenso gehört aber auch dazu, vorgegebene oder ermittelte Daten genau zu interpretieren, ein Gelände zu kartographieren oder allgemeine Untersuchungsergebnisse in mündlicher, schriftlicher oder auch graphischer Darstellung richtig umzusetzen und dabei exakt zu bewerten. Auch geowissenschaftliche Laborarbeiten zählen dazu. Wichtig ist ebenfalls das Erlernen von arbeitsorganisatorischen Fähigkeiten mit der konstruktiven Anleitung und Unterweisung von Mitarbeitern bei geologischen oder sogar fachübergreifenden Projekten. In der Regel beträgt die Studienzeit neun Semester und gliedert sich in das Grund- und das Hauptstudium. Das Ziel des Geologiestudiums ist der erfolgreiche Abschluss als Diplom-Geologe.

Der Geologe nach dem Studium

In erster Linie sind Geologen im großen Feld der Industrie tätig, als da wären die Wasserwirtschaft, die Bauwirtschaft, die Rohstoffwirtschaft und nicht zuletzt im weitreichenden Gebiet der Umwelttechnik. Auch findet man Geologen in Geologischen Landesämtern oder in Bundesanstalten, wie zum Beispiel für Geowissenschaften, Ministerien, vielen Museen, in der Rohstofftechnik, in zahlreichen internationalen Organisationen aber auch in kommunalen Behörden. Auch im Entwicklungsbereich oder Entwicklungsdienst sind Geologen oftmals beschäftigt. Doch auch die Möglichkeit, als Geologe freiberuflich tätig zu sein, ist möglich. Meist sind dies Beratertätigkeiten oder Lehramtsaktivitäten, wie etwa an Hochschulen. Doch auch im Forschungsbereich, gerade wenn es um Erdölgewinnung oder andere wichtige Rohstoffressourcen, wie etwa um wertvolle Mineralien oder Metalle, geht, finden sich Geologen. Sogar im großen Feld der Archäologie, gerade wenn es um Veränderungen der Erdkruste mit möglichen Folgen für die Entwicklung der Zivilisation oder Flora und Fauna geht, sind Geologen willkommene Berater.

Foto: rtguest – Fotolia

Ähnliche Beiträge: