Das Studium der Biologie

Das Studium der Biologie hat sich gerade in den letzten Jahrzehnten maßgeblich geändert. Der wissenschaftliche Fortschritt machte es notwendig, die klassischen Disziplinen wie Botanik und Zoologie durch neuere Zweige wie Genetik zu ergänzen. Zahlreiche neue Erkenntnisse führten zu einer Revolution der Biologie, sodass es bereits im Studium wichtig wird, sich frühzeitig zu spezialisieren.

Aufbau und Inhalt des Studiums

Mit der Umstellung des Studiengangs von Diplom auf das Bachelor- und Mastersystem im Zuge der Bolognareform hat sich das Studium noch einmal wesentlich gewandelt. Gerade dadurch, dass die Noten bereits im Grundstudium relevant für den späteren Abschluss sind, ist es für den Studenten wichtig, sich auf nahezu jede Prüfung diszipliniert und organisiert vorzubereiten, um den doch recht umfangreichen Lernstoff bewältigen zu können. Die Regelstudienzeit beträgt bis zum Bachelor meistens sechs Semester, bis zum Master sind es zehn Semester, sodass der Master prinzipiell mit dem Diplom gleichzusetzen ist.
Das Studium der Biologie ist an keiner Universität in Deutschland zulassungsfrei. Der NC schwankt zwar von Hochschule zu Hochschule, ein relativ gutes Abitur ist jedoch die Voraussetzung für die Aufnahme, wenn man nicht zahlreiche Wartesemester sammeln möchte. Auch im Bachelorsystem wird Wert darauf gelegt, zuallererst die Grundlagen zu legen. Dies bedeutet für die Studenten neben einer Einführung in die alten Disziplinen wie klassische Botanik und Zoologie auch das Erlangen erster Kenntnisse in den moderneren Zweigen wie Genetik und Mikrobiologie. Außerdem ist die Interdisziplinarität in den naturwissenschaftlichen Studiengängen relativ ausgeprägt. Ohne Grundkenntnisse in Chemie, Mathematik und Physik zu haben, besteht heutzutage wohl kein Student mehr das Grundstudium. Dies ist auch etwas, das Studienanfänger im Vorhinein bedenken sollten. Wenn es schon in der Schule bedeutende Mängel in diesen Fächern gab, ist es durchaus möglich, dass das Studium daran scheitert, zumal viele Universitäten gerade Klausuren in diesen Disziplinen nutzen, um Studenten “auszusieben”. In den meisten Studiengängen auf Lehramt ist dies jedoch nicht so relevant, wie bei einem Studiengang, der tatsächlich eine wissenschaftliche Karriere anstrebt. Bei den meisten Universitäten ist es möglich, sich nach dem vierten Semester zu spezialisieren. Meistens wählt man hierbei Kurse aus verschiedenen Schwerpunkten. Der Bachelor endet meistens mit verschiedenen mündlichen Prüfungen und der Bachelorarbeit, bei der der Student mehr oder weniger selbstständig an einem Thema forschen darf. Im Anschluss daran folgt meistens der Master, der an den meisten Universitäten vier Semester dauert.

Arbeitsmarkt für Biologen

Gerade in der Biologie ist der Bachelor aufgrund des schwierigen Arbeitsmarkts nahezu wertlos. Die gängige Meinung ist sogar, dass man ohne einen Doktor kaum Möglichkeiten hat, eine Anstellung in der Forschung zu finden. Für Biologen ist es natürlich auch möglich, außerhalb der Wissenschaft zu arbeiten. Gerade Verlage bieten sich hier an. Der größte Arbeitsmarkt für Biologen, die nicht in der Forschung arbeiten, ist aber wohl die Pharmaindustrie, bei denen zahlreiche Biologen als Berater tätig sind. Strebt man jedoch eine wissenschaftliche Karriere an, sollte man Wert darauf legen, sein Studium zügig und mit guten Noten zu bestehen. Im Optimalfall sollte man zusätzlich Auslandssemester oder -praktika absolviert haben. Die Berufsaussichten steigen außerdem bei der Spezialisierung auf gefragte Schwerpunkte wie beispielsweise Pharmakologie, Biochemie und -technologie sowie Mikrobiologie und Genetik. Die Bioenergiewirtschaft gehört zu den größten Wachstumsfeldern (www.thomaslloyd-bioenergie.de) und bietet Absolventen der Biologie gute Möglichkeiten für einen beruflichen Einstieg.

Foto: Warren Rosenberg – Fotolia

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