Das Studium der Chemie


Das Fach Chemie zu studieren bedeutet eine Ausbildung zum Diplom-Chemiker zu machen. Darüber hinaus kann man das Fach auch auf Lehramt studieren. Der Studiengang findet an einer Hochschule oder an einer Fachhochschule statt.

Die Voraussetzungen

Das Studium stellt hohe Ansprüche an die mathematisch-physikalischen Begabungen des Studierenden. Weiterhin muss er in der Lage sein, sehr viel Faktenwissen in einem geringen Zeitraum aufzunehmen. Die Arbeit mit Laborchemikalien und viel Steherei gehören zum Alltag des angehenden Chemikers.

Der zeitliche Aufwand

Der Studiengang Chemie dauert ca. neun Semester – das sind vier eineinhalb Jahre. Die Länge des Studiums findet ihre Begründung darin, dass etwa 90-95 Prozent aller Studienabgänger danach promovieren und insofern den Titel Dr. rer. nat. erstreben.

Beschränkungen für die Zulassung

Eine Zulassungsbeschränkung ist in der gesamten Bundesrepublik Deutschland nicht vorhanden, das heißt, dass es keinen numerus klausus gibt. Jedoch hat die Universität Bochum eine Zulassungsbeschränkung beantragt, die seit dem WS 2011/2012 gilt.

Das Studium zum Diplom-Chemiker

Diplom-Chemiker kann man in Deutschland an einer Hochschule sowie einer Fachhochschule werden. Seit nicht allzu langer Zeit wird er allerdings mit dem Bachelor/Master of Science beendet. Es ist jedoch auch oftmals möglich Chemie als sogenanntes Magisterstudium zu belegen. Über Vorlesungen und Übungen hinaus sind mitunter chemische Praktika ein nicht unwesentlicher Bestandteil des Studiums.

Je Fach werden zwei Klausuren geschrieben. Darüber hinaus gibt es mündliche Zwischenprüfungen sowie praktische Prüfungen, die der Hochschulprofessor bewertet. Während den Semesterferien ist es üblich, dass sich der Chemiestudent auf seine mündlichen Hauptprüfungen in den Bereichen der anorganischen Chemie, der organischen Chemie, der physikalischen Chemie, der Experimentalphysik, der analytischen Chemie sowie der Biochemie vorbereitet. In jeder der Prüfung wird vom Studenten erwartet, dass er über das Fachspektrum des jeweiligen Faches über Kenntnisse verfügt, die sich bei dem jeweiligen Lehrbuch auf etwa 300-400 Seiten belaufen. Das Vordiplom, für das auch ein Vordiplomzeugnis ausgestellt wird, wird vom Studierenden in der Regel nach vier Semestern abgeschlossen.

Die Fächer des Studiums Chemie beinhalten im Grundstudium die Bereich: allgemeine Chemie, physikalische Chemie, analytische Chemie, organische Chemie, anorganische Chemie, Mathematik (Analysis, lineare Algebra etc.) sowie experimentelle Physik.

Das Hauptstudium bezieht sich auf folgende Fächer: organische Chemie, anorganische Chemie, analytische Chemie und physikalische Chemie

Weitere Teilbereiche, die davon abhängig sind welche Professuren bei den einzelnen Hochschulprofessoren vorliegen differenziert man in: die technisch bezogen Chemie, die katalytische Chemie, die radiologische Chemie, die Biochemie, die Metallkunde, die Chemometrie, die medizinisch bezogen Chemie, die Mineralogie, die Umweltchemie, die makromolekulare Chemie sowie die biotechnologische Chemie

Weiterhin gibt es Studiengänge wie die Biochemie, die Lebensmittelchemie, die Wirtschaftschemie sowie das Lehramtsstudium.

Das Lehramtsstudium für das Gymnasium beinhaltet folgende Bereiche: die allgemeine und anorganische Chemie, die physikalische und theoretische Chemie, die organische Chemie, die Biochemie sowie die Chemiedidaktik

Überdies gibt es noch Lehramtsstudiengänge für die Sekundarstufe 1 sowie die Primärschulen. Dort beinhaltet der Studiengang folgende Aspekte: die allgemeine und anorganische Chemie, die organische Chemie, die physikalische Chemie und die Chemiedidaktik

Die Lehramtsstudiengänge sind oftmals Länder abhängig, so dass die Tiefe und die Bereiche unterschiedlich sein können.

Statistiken

Es gibt 56 Universitäten und technische Hochschulen an denen das Fach Chemie studiert werden kann.
Am 31. Dezember 2008 belief sich die Zahl alle Chemiestudenten auf 26.978.
Darüber hinaus gab es im Jahr 2008 1384 Promotionen im Bereich der Chemie.
Weiterhin blieben 6,7 Prozent der promovierten Chemiker stellungssuchend!
Die durchschnittliche Studienzeit der Chemiker, die promovierten, lag bei 18,6 Semester.

Foto: Dana S. Rothstein – Fotolia

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