Das Studium der Physik

Der Studiengang Physik wird als Bachelor Studium angeboten. Nach 6 Semestern soll ein Absolvent einen Berufsqualifizierenden Abschluss erhalten, den Bachelor of Science. Für einen darauf folgenden Master Studiengang, muss sich der Student erneut um einen Studienplatz bemühen.

Zugangsvoraussetzungen sind das allgemeine Abitur. Solide Kenntnisse in Physik und Mathematik werden nicht zwingend vorausgesetzt. Die mathematischen Grundkenntnisse sollten in jedem naturwissenschaftlichen Fach, auf dem Niveau eines im Rahmen des Abiturs absolvierten Leistungskurses sein. Weitere Vorrausetzung ist die Form- und Fristgerechte Bewerbung.

Mathematische Voraussetzungen

Mathematische Kenntnisse sind eine wichtige Voraussetzung im Studienfach Physik und werden während des Studiums erarbeitet. Zur Erleichterung des Einstiegs in das Studienfach Physik, wird zu Beginn ein Einführungskurs in der Mathematik angeboten. Der Student soll in diesem Kurs auf den Stand, des erfolgreich absolvierten Leistungskurses Mathematik kommen. Wenn er nicht schon während des Abiturs Mathematik als Leistungskurs hatte. Teilweise werden auch Online Kurse dazu angeboten.

Module im Bachelor Studiengang

Der Student stellt sich seinen Studienplan, aus verschiedenen Kursen, selbst zusammen. Einige Kurse sind Pflicht, wie die Mathematik und andere, können frei gewählt werden. Die Pflichtfächer und Wahlpflichtfächer werden Module genannt. Pflichtzusammensetzungen der Fächer gibt es bei bestimmten Studienzielen. Die Module können nicht wahllos zusammengesetzt werden. Dazu erhält der Student eine kostenlose Studienfachberatung seiner Universität. In der Beratung erhält er die Informationen, die er braucht, um sein persönliches Studienziel zu erreichen. Die Wahl der “falschen” Module gefährdet das Studienziel.

Ziel des Physik-Studiums

Ziel ist die Vermittlung, selbstständig zu arbeiten mit allen wissenschaftlichen Methoden, die in der Physik zur Verfügung stehen. Das Studium der Physik soll ein vollständiges, naturwissenschaftliches Weltbild vermitteln und neben der Theorie auch den praktische Nutzen vermitteln, das Gelernte anzuwenden um z. B. technische Entwicklungen weiter voranzubringen.

Die Lehrmethoden des Physik Studiums

In den theoretischen Vorlesungen vermittelt ein Hochschullehrer wissenschaftliche Inhalte und Methoden der Physik. Diese Vorlesungsinhalte werden in Übungen eigenständig erarbeitet und vertieft. Die so erworbenen theoretischen Kenntnisse werden in Experimenten vorgestellt, wobei auch die Fragestellung, z. B. was bewiesen werden soll, in Eigenarbeit gefertigt wird.

Seminare vermitteln die notwendige Fähigkeit Erarbeitetes vorzutragen und die Fähigkeit, eine wissenschaftliche Diskussion zu führen. Die Kombination einer Vorlesung mit einer anderen Lehrmethode, nennt sich integrierte Veranstaltung.

Alle Lehrmethoden sind von Anfang an fester Bestandteil des Studienplans. Hinzu kommen noch Projektversuche. Die Bachelorarbeit wird über einen längeren Zeitraum, während des Studiums ausgearbeitet.

Vorstellung einiger Module

Mathematik für Physiker I bis IV umfasst die Analysis und Algebra, Differenzialgleichungen werden u. a. behandelt.
Experimentalphysik, z. B. Mechanik, Optik, Kernphysik, mit Praktikum und Projektlabor
Fortgeschrittenenpraktikum, selbstständige Projektversuche unter Vermittlung und Einsatz moderner Methoden.

Was arbeiten studierte Physiker?

Physiker spezialisieren sich auf einem Gebiet, wie die Kernphysik, Astrophysik oder Ozeanographie. Physiker arbeiten in der Industrie auch in der chemischen Industrie und in Unternehmen vieler Branchen in der Forschungs- und Entwicklungsabteilung. Sie lehren an Schulen und Hochschulen.

Dem studierten Physiker stehen nicht alle Türen offen. Oft arbeiten sie, in Ermangelung an Arbeitsplätze für Physiker, in studiumsfernen Gebieten. Sie arbeiten als Informatiker oder in anderen Bereichen der Naturwissenschaften. Obwohl die Arbeitslosenquote der Physiker um einiges unter der, der Gesamtbevölkerung liegt, ist es doch ernüchternd, mit diesen Kenntnissen, nach einer guten Ausbildung, evtl. ohne Arbeit zu bleiben.

Foto: Lasse Kristensen – Fotolia

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