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Wie wird Stretchfolie produziert?

Jeder hat diese Folie bereits im Supermarkt um angelieferte Ware gewickelt gesehen. Eine kleinere Form dieser Folie ist auch in fast allen Haushalten vertreten. Denn unsere so beliebte Frischhaltefolie ist ebenfalls zu der Gruppe der Stretchfolien zu zählen. Durch vielfältige chemische Prozesse wird Stretchfolie hergestellt.

Zwei Verfahren für eine Folie

Stretchfolien, auch Dehnfolien genannt, werden aus 100 % Polyethylen hergestellt. Es gibt zwei grundsätzlich unterschiedliche Herstellungsverfahren. Zum ersten gibt es den Cast – Prozess. Hierbei wird durch chemische Prozesse, der Coextrusion, also dem Zusammenführen von artgleichen oder fremdartigen Kunststoffschmelzen, mehrere Kunststoffschichten durch eine Breitschlitzdüse zusammengefügt. Anschließend wird dieser Kunststoff dann in mehreren Kühlwalzverfahren in die benötigte Materialdicke gebracht. Obwohl bei diesem Verfahren die Dickentoleranzen recht eingeschränkt sind, überwiegen doch die Vorteile. Dieses Herstellungsverfahren ist relativ einfach und kostengünstig.

Hafteigenschaften der Folie

Das Ergebnis stellt im Vergleich zu anderen Verfahren ein besseres optisches Ergebnis dar. Besonders wichtig ist hierbei, dass die sogenannten Hafteigenschaften besonders gut sind. Die Haftung wird dadurch gewährleistet, dass die durch chemische Prozesse zusammengefügten Schichten unterschiedliche Hafteigenschaften besitzen. So ist eine Seite der Folie besonders gut haftend und die andere Seite eher glatt. Ein zweites Herstellungsverfahren von Stretchfolie ist der Blas – Prozess. Hierbei werden die unterschiedlichen Kunststoffschichten durch eine Ringdüse gespritzt und kühlen ohne physische Krafteinwirkung ab. Auch hier sind chemische Prozesse die Basis der Herstellung. In diesem Verfahren können sehr dünne Folien mit hoher Festigkeit durch biaxiale Vorreckung hergestellt werden. Die Haftung der Folie, die auf diesem Wege hergestellt wird, kann ebenfalls durch die unterschiedlichen Eigenschaften der einzelnen Schichten gewährleistet werden. Dieser Herstellungsprozess ist mit einem höheren Kostenfaktor verbunden und daher nicht so verbreitet.

Dehnbar, färbbar, stabil

Die Eigenschaften der Stretchfolie sind jedoch bei allen Herstellungsverfahren ähnlich, denn zahlreiche chemische Prozesse stehen zur Verfügung. Die Stretchfolie zeichnet sich durch eine sehr hohe Reißfestigkeit aus, ist bis zu 500 Prozent dehnbar und haftet sehr gut. Sie ist je nach Kundenwunsch auch einfärbbar, um Waren beim Transport vor Sonnenlicht oder Diebstahl zu schützen.

Fotorechte: Dreef – Fotolia

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